Operations Lead (m/w/d)

Vogel

München Vollzeit Vor Ort vor 2 Stunden veröffentlicht

Stellenbeschreibung

Deine Rolle

Steuerberatung ist ein operatives Geschäft. Jede Buchung, jede Lohnabrechnung, jeder Abschluss folgt einem Ablauf – und die meisten dieser Abläufe wurden nie systematisch hinterfragt. Sie funktionieren, weil erfahrene Menschen ihre Workarounds kennen, nicht weil sie durchdacht sind. Genau das ist der Hebel, der in dieser Branche noch niemandem gehört.

Vogel erwirbt eigenständige Beratungsunternehmen und entwickelt sie weiter, statt sie einzuschmelzen. Mehrere Tausend mittelständische Unternehmen vertrauen uns ihre steuerlichen, kaufmännischen und strategischen Themen an. Das funktioniert nur, wenn darunter etwas steht, das trägt: Prozesse, die an jedem Standort gleich laufen, Technologie, die im Alltag tatsächlich genutzt wird, und eine Integration, die bei der fünften Übernahme schneller geht als bei der ersten. Diese Schicht baust du. Sie existiert heute nicht.

Du bringst Erfahrung aus dem Aufbau operativer Systeme mit – aus einem B2B-Scaleup, einem Company Builder, einer Beratung mit eigener Umsetzungsverantwortung oder aus deiner eigenen Gründung. Du wechselst, weil dein Mandat kleiner geworden ist als deine Verarbeitungskraft: zu viel Abstimmung, zu wenig Hebel, zu viele Konzepte, die andere umsetzen. Bei Vogel findest du das Gegenteil von beidem – Strukturen, die tragen, mit etablierten Mandanten und einer starken Wachstumsbasis, und gleichzeitig ein Setup, das jeden Tag nach vorne geht.

Du verantwortest Operations bei Vogel in ganzer Breite: die Automatisierung der Abläufe im Kerngeschäft, die internen Werkzeuge und die Datenarchitektur, die IT- und Identitäts-Infrastruktur samt Endgeräten und Sicherheit, die technische Integration jeder übernommenen Einheit und die Abläufe rund um Eintritt, Vertrag, Systeme und Austritt unserer eigenen Leute. Du baust das Team, das diese Themen trägt, und verteilst die Schwerpunkte darin. Weil der Bereich am Standort München neu entsteht und über dir keine weitere Ebene sitzt, berichtest du direkt an die Geschäftsführung und arbeitest unmittelbar mit Moritz Vogel – das ist der Aufbau-Charakter dieser ersten Rolle, kein Dauerzustand. Mit der Größe des Bereichs wächst dein Mandat in die Gesamtverantwortung für den Betrieb.

Deine Verantwortung

Automatisierung des Kerngeschäfts

  • Analysiere die Abläufe in Finanzbuchführung, Lohn, Abschluss und Beratung an den Standorten – vor Ort, am realen Prozess, mit den Menschen, die ihn täglich ausführen – und automatisiere die Teile, die sich automatisieren lassen.

  • Verantworte den Werkzeug-Stack für das operative Kerngeschäft und die unternehmensweiten Standards darauf: Was wir kaufen, was wir selbst bauen, was wir abschalten. Du entscheidest das, nicht ein Gremium.

  • Hol das Maximum aus dem, was schon da ist. Ein erheblicher Teil der Funktionalität, für die wir bezahlen, wird heute nicht genutzt.

  • Dein Maßstab: Jeder Prozess muss bei doppeltem Mandatsvolumen funktionieren, ohne doppelt so viele Menschen zu erfordern.

Integration übernommener Einheiten

  • Verantworte die technische Übernahme jedes neuen Standorts – Systemanbindung, Datenmigration, Zugriffe, Sicherheit, Arbeitsfähigkeit ab Tag eins.

  • Mach aus der Integration einen wiederholbaren Ablauf statt eines Projekts: Was beim ersten Standort drei Monate dauert, muss beim vierten in Wochen laufen.

  • Bring die übernommenen Teams auf die Prozesse und Werkzeuge, die bei uns gelten – und erkenne dabei, wo die übernommene Einheit es besser macht als wir.

Team-Aufbau und Betriebsverantwortung

  • Baue das Operations-Team auf sechs bis sieben Menschen auf, die generalistisch arbeiten und je einen benannten Schwerpunkt tragen – du triffst die Auswahl, du schneidest die Schwerpunkte zu.

  • Trag die Themen, für die es noch keinen eigenen Kopf gibt, so lange selbst: Tech Operations & Cloud Infrastructure ebenso wie die Automatisierung unserer Personalprozesse von Onboarding-Logistik bis Standort-Setup bei Integrationen. Beides wächst mit dem Team in eigene Schwerpunkte hinein – bis dahin gehört es dir.

  • Verantworte die Kennzahlen, die dem Umsatz vorauslaufen: Digitalisierungsgrad, Adoptionsrate neuer Werkzeuge, Durchlaufzeiten je Standort – und geh ihren Ursachen selbst nach, statt sie zu berichten.

  • Bleib am System. Diese Rolle führt ein Team und baut trotzdem selbst – wer nur noch verteilt und nachhält, verliert hier innerhalb eines Jahres die Urteilsfähigkeit.

Deine Perspektiven

Nach 6 Monaten hast du eine belastbare Aufnahme aller Abläufe über die Standorte vorgelegt – mit Zahlen, nicht mit Eindrücken. Mindestens zwei Prozesse im Kerngeschäft sind automatisiert und im täglichen Einsatz. Die technische Anbindung eines übernommenen Standorts ist von dir begleitet. Dein erster eigener Hire ist ausgewählt.

Nach 12 Monaten hast du ein Team von drei bis vier Menschen mit klar verteilten Schwerpunkten. Die operativen Kennzahlen werden erhoben und nicht geschätzt, und du kennst zu jeder Abweichung die Ursache. Die Integrations-Strecke ist ein beschriebener, wiederholbarer Ablauf. Der Werkzeug-Stack ist entschieden.

Nach 24 Monaten hast du Operations als Bereich etabliert, der ohne tägliche Beteiligung der Geschäftsführung arbeitet. Jede weitere Übernahme läuft nach demselben Muster, und der Aufwand je Standort sinkt, statt mitzuwachsen. Die Abläufe tragen ein Vielfaches des heutigen Volumens.

Wohin sich die Stelle entwickelt: Der zweite Teil des Titels ist keine Verzierung. Diese Rolle ist als erster Kopf des Bereichs angelegt und wächst mit ihm – von der Verantwortung für Operations hin zur Gesamtverantwortung für den Betrieb. Das ist die Management-Karriere in ihrer konsequenten Form. Ob dieser Weg trägt, entscheidet der Beitrag und nicht das Berufsjahr.

Das bringst du mit

Erfahrung & Track Record

  • Du hast operative Systeme in einem wachsenden Unternehmen aufgebaut – typischerweise als Operations- oder Chief-of-Staff-Rolle in einem B2B-Scaleup nach Series B, als Operator bei einem Company Builder wie Rocket Internet oder Razor Group, als Forward Deployed Engineer mit Kundenkontakt am realen Prozess, oder in einer eigenen Gründung.

  • Ein starker Beratungshintergrund ist ausdrücklich willkommen – McKinsey, BCG, Bain oder vergleichbar. Was uns daran interessiert, ist das Denkhandwerk: Probleme zerlegen, in fremdem Material schnell zum Kern kommen, unter Unsicherheit entscheiden.

  • Entscheidend ist der Punkt, an dem du stehst: Du willst Ergebnisse selbst verantworten statt sie zu empfehlen. Wer diesen Schritt schon gegangen ist und eine Station mit eigener Umsetzungsverantwortung vorweisen kann, startet im oberen Bereich der Rolle.

  • Du hast schon einmal an mehreren Standorten gleichzeitig etwas durchgesetzt und weißt, warum das etwas völlig anderes ist als an einem.

  • Du hast einen eigenen Bau-Track: Automatisierungen, Skripte, Agents, Datenmodelle – Dinge, die du selbst gebaut hast und die produktiv liefen.

  • Profile, die nicht in dieses Raster passen, aber Automatisierungs-Tiefe und Anschlussfähigkeit an den Mittelstand mitbringen, sind ausdrücklich eingeladen – wir bewerten am Beitrag, nicht am Etikett. Konkret: Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, der die Branche von innen kennt und sich seinen eigenen Automatisierungs-Track gebaut hat; Wirtschaftsinformatiker mit Konzern-Start und anschließendem Bruch ins Startup; Industrieingenieur mit Multi-Site-Rollout-Erfahrung; Gründer nach Verkauf oder Einstellung des eigenen Unternehmens. Diese Rolle folgt keinem Erfahrungsraster, weil sie das Raster für den Bereich erst baut: Wir schreiben sie auf mehreren Karrierestufen aus, und wer früher im Weg steht, steigt auf der unteren ein – mit demselben Mandat und einem entsprechend anderen Rahmen.

Skills & Arbeitsweise

  • Du liest einen fremden Prozess schnell und siehst sofort, welcher Teil davon Substanz ist und welcher gewachsene Gewohnheit.

  • Du baust selbst: Automatisierungen, Datenflüsse, Schnittstellen. Du musst kein Software-Engineer sein, aber du musst die Dinge, die du entscheidest, auch bauen können.

  • Du arbeitest mit KI als selbstverständlichem Werkzeug für Prozessanalyse, Recherche und die Multiplikation deiner eigenen Ausbringung. Repetitive Aufgaben sind dir ein Reiz zur Automatisierung, kein Schicksal.

  • Du erklärst technische Entscheidungen so, dass eine Steuerberaterin mit zwanzig Jahren Erfahrung die Konsequenz erkennt und handeln kann.

  • Du führst ein kleines Team fachlich und disziplinarisch – Auswahl, Zuschnitt, Entwicklung – ohne dich dabei aus der Sache herauszuziehen.

Mindset & Persönlichkeit

  • Du bringst die Demut mit, von Praktikern zu lernen. Die Steuerfachangestellte mit zwanzig Jahren Erfahrung weiß Dinge über ihren Prozess, die in keinem Diagramm stehen.

  • Du hältst es aus, der Erste zu sein: kein Vorgänger, kein Team, keine bestehende Struktur – und liest das als den eigentlichen Grund zu kommen.

  • Vogel ist hierarchisch in der Entscheidung, flach in der Kommunikation, autonom in der Ausführung. Leistung wird gefeiert, nicht versteckt – wer vorankommen will, weil er gut ist, findet hier den Raum dafür, ohne politische Tarnung und ohne Konsens-Theater.

  • Du hast den Anspruch, in allem, was du ablieferst, den höchsten Standard zu setzen – nicht weil jemand es kontrolliert, sondern weil Mittelmaß dich persönlich stört.

Was du bei uns nicht finden wirst

  • Keine Prozessberatung, die Empfehlungen ausspricht und wieder geht. Du verantwortest die Umsetzung, nicht die Diagnose. Was du entscheidest, sitzt du auch aus.

  • Kein Greenfield-Bau in einem leeren Raum. Vogel hat etablierte Mandanten, DATEV läuft, Standorte arbeiten. Was du baust, muss neben dem laufenden Betrieb funktionieren und darf ihn nicht anhalten.

  • Kein Konzern-Korsett, in dem du auf Beförderungen wartest. Wachstum entsteht hier am Beitrag, nicht am Berufsjahr – und der Bereich, den du übernimmst, ist so groß, wie du ihn machst.

  • Keine reine Strategie-Funktion. Du bist am Standortbetrieb, an echten Prozessen und an echten Menschen. Wer ausschließlich auf Konzept-Flughöhe arbeiten will, ist hier falsch.

  • Kein Ausstieg in eine 45-Stunden-Woche. Die Intensität bleibt hoch. Anders gerichtet, mit deutlich mehr Ownership – aber nicht weniger.

FAQ

1. Was ist Vogel — und wo arbeitet ihr?

Vogel ist eine der führenden Mittelstandsberatungen Deutschlands — Familienunternehmen seit 1959, aus Aalen — und baut daraus die führende Beratungsplattform für den Mittelstand. Wir wachsen an mehreren Standorten: in Aalen/Ostwürttemberg als gewachsenem Stammsitz und in München als neuem Hub. An beiden suchen wir quer durch die Funktionen — von Steuerberatung über Beratung bis zu den strategischen Teams, die die Plattform bauen.

2. Wie sind die Gehaltsbänder zu verstehen?

Bewusst breit — und an jeder Stelle ausgewiesen. Wir differenzieren nach Track Record und Marktwert, nicht nach Abschluss: knappe, stark gefragte Profile am oberen Ende, weniger knappe am unteren. Wir kalibrieren ausschließlich am Markt — zwei Menschen mit ähnlicher Erfahrung können bei uns unterschiedlich verdienen.

3. Wie viel — und wie — wird bei Vogel gearbeitet?

Gemessen wird an dem, was du bewegst, nicht an Stunden. Ehrlich ist aber auch: Wer 9-to-5 sucht, ist bei uns nicht die erste Adresse. Wir suchen Menschen, die aus eigenem Antrieb intensiv arbeiten, weil die Aufgaben es wert sind. Wie du deine Zeit verteilst, ist weitgehend deine Sache. Was wir teilen: Wir arbeiten präsent zusammen — Kultur, Sparring und die besten Ideen entstehen in der täglichen Nähe. Wir sind keine Remote-Company und haben keine großen Home-Office-Policies; einzelne Remote-Tage sind kein Problem.

4. Wie läuft die Bewerbung?

Schlank, schnell, transparent — und nach Profil gestaffelt. Für Einstiegsrollen (Praktikum, Werkstudium, Berufseinstieg) genügen in der Regel zwei Gespräche und eine kurze Arbeitsprobe; erfahrene Rollen laufen etwas ausführlicher. Bei ausgewählten Senior-Rollen prüfen wir, künftig einen gemeinsamen Arbeitstag einzubauen, damit beide Seiten sich besser kennenlernen. Immer gilt: getaktete Termine, zügige Entscheidung, substanzielles Feedback — unabhängig vom Ausgang.

5. Wie funktioniert die variable Vergütung?

Quartalsweise an Leistung gekoppelt, qualitativ bewertet. Die Skala steigt mit dem Level: bis 20 % Associate, 27,5 % Manager, 35 % Senior Manager, 42,5 % Director, 50 % VP. Erwartungswert bei guter Leistung — du erfüllst die Anforderungen, setzt eigene Akzente, bestehst den Keeper Test — liegt bei rund 50 % des Maximums; der Maximalbonus ist nicht der Normalfall. Im Fokus steht eine ganzheitliche Beurteilung durch deine Führungskraft: Ownership, Qualität, Lernkurve, Zusammenarbeit, Impact.

6. Wie entwickle ich mich — welche Karrierewege gibt es?

Zwei aktive Wege: Mastery (fachliche Tiefe, Expertenlaufbahn) und Pioneer (Führung, Management). Die Richtung wählst du nach dem Onboarding, meist in Jahr 1–3. Berufseinstieg ist kein Sonderweg, sondern der frühe Teil derselben Strecke — vom Werkstudenten oder Praktikanten zum Associate, für die Besten ohne erneutes Bewerbungsverfahren.

7. Team, Kultur, Urlaub?

Ein gemeinsames Mittagessen ist ein offenes tägliches Angebot — keine Pflicht; wer mag, kommt dazu, essen kann jeder jederzeit. Dazu Abendessen, Social Events und Offsites in regelmäßigem Rhythmus — nicht als Pflichtprogramm, sondern weil ein gutes Team auch abseits der Arbeit Zeit teilt. Benefits: durchdacht und substanziell, nicht symbolisch. Urlaub: 28 Tage.

8. Ich kenne jemanden — gibt es einen Empfehlungsbonus?

Ja — 2.500 EUR für jede erfolgreich besetzte Stelle (keine Praktika). Kurzer Kontext reicht: an wen du denkst, für welche Rolle, warum. Muss nicht perfekt sitzen, aber substanziell sein.


Compensation: €100K – €130K

  • • Fixvergütung €100K – €130K

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Auf einen Blick

Unternehmen
Vogel
Standort
München
Art
Vollzeit
Arbeitsmodell
Vor Ort
Veröffentlicht
24.08.2026
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